Belastung braucht Entlastung

Dauerhafte Erschöpfung und Überlastung führen zwangsläufig zu einem Burn Out Syndrom (allg. Erschöpfungszustand). Vor allem, wenn man im häuslichen Bereich rund um die Uhr, für einen Menschen der an Demenz erkrankt oder Pflege bedarf, verantwortlich ist.

Aus diesem Grund hat die Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH ihr Aufgabengebiet erweitert: Angehörige – entlasten, Betroffene – fördern

Telefonsprechstunde für Angehörige an Demenz erkrankter Menschen

Jeweils Dienstags von 10.00-12.00 Uhr bietet die Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach GmbH eine Telefonsprechstunde für Angehörige an Demenz erkrankter Menschen an. Sie erreichen das Team unter 09561 / 188330.

telefonsprechstunde

Gesprächskreis für pflegende Angehörige von an Demenz erkrankten Menschen

Wir laden herzlich zu einer „Plauderstunde“ ein, in der wir Ihnen Möglichkeiten bieten möchten sich auszutauschen, zu informieren und fachlich beraten zu lassen.

Wissen entlastet:
Wenn Angehörige über Symptome und Erkrankung aufgeklärt werden, verstehen sie das Verhalten der Kranken besser.
Verständnis löst Wut und Ärger ab.
Der Austausch mit den anderen Betroffenen macht den Angehörigen schnell klar, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind und hilft, sich emotional zu entlasten.

Jeden ersten Mittwoch im Monat von 16.00-17.30 Uhr
Standort Weidach, Coburger Str. 114

Jeden letzten Donnerstag im Monat von 18.00-19.30 Uhr
Grund- und Hauptschule Bodelstadt

Es freut sich auf rege Teilnahme
Ihr Pflegeteam der Diakonie

Demenz-Betreuungsgruppen

jeden Montag

10:00-13:00 Uhr
Gemeindehaus Tambach

jeden Dienstag

10:00-13:00 Uhr
Gemeindehaus Tambach

15:00-17:30 Uhr
Gemeindehaus Tambach

15:00-17:30 Uhr
Seßlach Diakoniestation

 

jeden Mittwoch

15:00-17:00 Uhr
Ummerstadt

jeden Donnerstag

15:00-17:30 Uhr
Grund- und Hauptschule Bodelstadt

15:00-17:30 Uhr
Gemeindehaus Tambach

Teilnehmen kann jeder. Abrechnung über Pflegeleistungsgesetz §45c, nach vorheriger Einstufung durch den Medizinischen Dienst oder privat.

Betreuungsnachmittag für an Demenz erkrankter Menschen

 

Wenn man das Gemeindezentrum am Dienstag um 15 Uhr betritt, riecht es schon angenehm nach Kaffee. Der Tisch ist mit schönem Porzellan aus Oma`s Zeiten gedeckt und es gibt traditionelles Gebäck, wie Krapfen oder „Gschniedne Huasen“ (geschnittene Hasen). Da fallen den Patient/innen doch gleich ein paar Geschichten ein, wie sie früher gemeinsam im Dorf gebacken haben und zu welchen Anlässen es das Gebäck gab. Die Besucher/innen der Betreuungsgruppe fühlen sich gleich wohl und schwatzen miteinander. Dabei nimmt es keiner krumm, wenn jemand öfter die gleiche Geschichte erzählt.

Das Konzept der gerontopsychiatrischen Fachkraft der Diakoniestation Weitramsdorf Seßlach, Silvia Schinkel geht auf. Ziel ist es, dass die Kranken Freude in der Gemeinschaft empfinden, durch Anregung der Sinne (riechen, schmecken, sehen, hören..) Um Erinnerungen an alte Erlebnisse zu wecken und die damit verbundenen positiven Gefühle zu aktivieren. Durch gezielte Gespräche werden die Patienten an ihre Fähigkeiten und Talente erinnert. Das gibt Selbstbewusstsein zurück, das dem Kranken im Alltag oft verloren geht. Wenn er immer wieder verbessert oder gar gerügt wird, weil er etwas vergessen hat, falsch gemacht, oder nicht begreifen kann, was der andere von ihm will.

 

Die Pflegefachkräfte der Diakonie fahren mit ihrem Programm in der Betreuungsgruppe fort. Es beinhaltet, leichtes Gedächtnistraining (z.B. Sprichwörter ergänzen, gemeinsames Singen) und gezielte Bewegungsübungen, die das Gehirn trainieren.

„…am Anfang war ich schon skeptisch ob meine Mutter sich hier wohl fühlen wird, sie hat nämlich noch viele klare Momente, aber ich war angenehm überrascht wie viel Freude die Gruppe meiner Mutter macht und ich habe ein paar Stunden für mich“ , berichtet eine Angehörige.